Aufbau von Biegemaschinen

Sonntag, 01. März 2009 von admin

Die Biegemaschine ist als Maschinentyp definiert, welcher zur Umformung von Werkstücken mittels unstetiger oder stetiger Biegung genutzt wird. Einfacher ist es jedoch, wenn man die Biegemaschinen nach ihrer Kinematik (also der Art wie die Kraft übertragen wird) einordnet.

Als Beispiel für den Aufbau einer Biegemaschine soll die Kantbank bzw. Schwenkbiegemaschine angeführt werden, welche sich aus folgenden Teilen zusammensetzt:

1) Oberwange
2) Adapterschiene
3) Press-Stempel
4) Steuerung
5) Anschlag
6) Auflage
7) Tisch
8) Niederhalter
9) Klemmstück
10) Aufhängung

Generell wird bei diesen Schwenkbiegemaschinen das zu bearbeitende Blech auf den Tisch (7) gelegt, an dessen Unterseite sich die Auflage (6) befindet. Diese kann entweder gerade geformt, segmentiert oder ganz nach dem jeweiligen Aufgabengebiet geformt sein. Der obere press Stempel (3) oder Biegeschiene wird dann manuell bzw. motorisch nach unten gefahren und drückt das Blech gegen die Auflage.

So kann in jedem beliebigen Winkel eine Umformung erfolgen (scharf oder mit Radius biegen). Stempel und Auflage geben damit die spätere Form der Blechplatte genau vor. Diese beiden Teile können je nach Bearbeitungsaufgabe gewechselt werden, wobei die Matrize oftmals drehbar ist und die meisten Anwendungsbereiche direkt abdeckt.

Der Niederhalter (8) sorgt dafür, dass das Blech fest auf der Maschine liegt und sich nicht unter Druck wegdrückt. Der Anschlag (5) dient zur Längenfixierung. So ist es möglich auch in Serie zu bearbeiten und alle Teile an einer identischen Stelle umzuformen. Das langfristige Einrichten des Werkstückes im Arbeitsbereich entfällt somit, da es nur beim ersten Biegevorgang auf der Kantbank erfolgen muss.

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